Deine Teichpumpe brummt, läuft nicht an oder dreht sich gar nicht mehr?
Meist steckt eine von sieben Ursachen dahinter, und viele davon kannst du selbst beheben.
Hier gehen wir sie der Reihe nach durch, von der einfachsten bis zum Motorschaden.
Wichtig vor jeder Prüfung: Zieh den Netzstecker, bevor du die Pumpe aus dem Wasser nimmst oder öffnest. Bei einer solarbetriebenen Pumpe gibt es eigene Fehlerquellen, siehe Solar Teichpumpe funktioniert nicht.
1. Kein Strom
Prüfe zuerst Steckdose, Zeitschaltuhr und Verlängerung. Teichsteckdosen hängen an einem FI-Schutzschalter. Hat er ausgelöst, steckt oft Feuchtigkeit in einer Steckverbindung oder im Kabel.
Löst der FI-Schalter nach dem Einschalten der Pumpe sofort wieder aus, nimm die Pumpe außer Betrieb. Dann ist Wasser in den Motor oder das Kabel gelangt.
2. Verstopfter Ansaugkorb oder Vorfilter
Laub, Fadenalgen und Schlamm setzen den Ansaugkorb zu. Die Pumpe läuft dann zwar, fördert aber kaum noch Wasser. Reinige den Korb und den Schaumstoff-Vorfilter unter klarem Wasser.
3. Blockiertes Laufrad
Brummt die Pumpe, ohne zu drehen, hat sich oft ein Steinchen, ein Schneckenhaus oder Schlamm im Laufrad festgesetzt. Öffne die Pumpenkammer nach Anleitung, nimm das Laufrad heraus und spüle es mitsamt Kammer aus.
4. Verkalkung und eingetrockneter Schlamm
In hartem Wasser lagert sich Kalk an Laufrad, Welle und Lager ab. Noch häufiger ist eingetrockneter Schlamm nach dem Winter. Er klebt den Rotor fest, sodass die Pumpe im Frühjahr nicht mehr anläuft.
Leg die ausgebauten Teile für einige Stunden in eine Entkalkerlösung oder einen speziellen Pumpenreiniger und bürste sie danach ab. Dreh das Laufrad anschließend von Hand, es muss sich leicht und gleichmäßig bewegen lassen.
Versuche nie, ein festsitzendes Laufrad mit Gewalt zu lösen. Die Keramikwelle bricht dabei leicht.
5. Defekter Kondensator
Pumpen mit Asynchronmotor brauchen einen Anlaufkondensator. Ist er defekt, brummt die Pumpe nur und läuft nicht an. Viele kleine Teichpumpen arbeiten dagegen mit Synchronmotoren ohne Kondensator.
Der Kondensator sitzt meist im vergossenen Motorgehäuse oder im Anschlusskasten. Ein Austausch gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, denn die Pumpe läuft mit 230 Volt im Wasser.
6. Trockenlauf oder Luft im System
Sinkt der Wasserstand im Teich, saugt die Pumpe Luft. Viele Pumpen schalten dann zum Schutz ab, ältere Modelle laufen trocken und beschädigen ihr Lager. Achte darauf, dass die Pumpe immer vollständig unter Wasser liegt, und fülle verdunstetes Wasser nach.
7. Überhitzung oder Motorschaden
Viele Pumpen haben einen Thermoschutz, der den Motor bei Überhitzung abschaltet. Nach dem Abkühlen läuft die Pumpe wieder an. Passiert das öfter, ist sie meist zugesetzt oder zu klein für den Schlauch und die Förderhöhe.
Läuft die Pumpe nach Reinigung und Prüfung aller Punkte nicht mehr, ist der Motor oder das Lager defekt. Prüfe dann, ob du noch Garantie hast. Viele Hersteller geben mehrere Jahre. Wie du Ersatzteile selbst tauschst, zeigt der Beitrag Teichpumpe reparieren.
Teichpumpe richtig überwintern
Viele Ausfälle entstehen im Winterlager. Nimm die Pumpe im Herbst aus dem Teich, reinige sie gründlich und lagere sie frostfrei in einem Eimer mit klarem Wasser. So trocknen weder Dichtungen noch Schlammreste ein.
Behandle die Dichtungen beim Zusammenbau mit etwas Silikonfett. Andere Fette wie Vaseline oder Talg lassen Gummidichtungen aufquellen.
Regelmäßige Wartung
- Ansaugkorb und Vorfilter alle ein bis zwei Wochen reinigen.
- Laufrad und Kammer zweimal im Jahr ausspülen.
- Kabel und Stecker auf Beschädigungen prüfen.
- Pumpe nicht direkt auf den schlammigen Teichboden stellen, sondern erhöht auf einen Stein.
Zusammenfassung
Bevor du eine neue Pumpe kaufst, prüfe Strom, Ansaugkorb und Laufrad. In den meisten Fällen ist die Pumpe nur verstopft oder festgesetzt. Elektrische Defekte wie ein kaputter Kondensator oder ein ausgelöster FI-Schalter gehören dagegen zur Fachkraft.
