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Algen im Pool sind lästig, lassen sich aber mit der richtigen Reihenfolge zuverlässig entfernen.

Hier erfährst du, wie du die Algenart erkennst, wie du sie Schritt für Schritt loswirst und wie du neuem Befall vorbeugst.

Algen im Pool erkennen

Algensporen gelangen mit Wind, Regen, Laub, Badekleidung und Spielzeug in den Pool. Ob sie wachsen, hängt von der Wasserpflege ab: Bei zu wenig freiem Chlor, zu hohem pH-Wert und schwacher Umwälzung vermehren sie sich innerhalb weniger Tage.

Erste Anzeichen sind ein leicht grünlicher oder trüber Schimmer, glitschige Wände und Beläge in Ecken, auf Stufen und an schattigen Stellen. Dort, wo das Wasser kaum strömt, wachsen Algen zuerst.

Sind Algen im Pool gefährlich?

Die Algen selbst sind für gesunde Menschen meist unbedenklich. Sie zeigen aber, dass die Desinfektion nicht mehr funktioniert, und in solchem Wasser vermehren sich auch Bakterien. Dazu kommt Rutschgefahr auf belegten Stufen.

Trübes Wasser ist außerdem ein Sicherheitsrisiko, weil du den Boden nicht mehr siehst. Bade erst wieder, wenn das Wasser klar ist und die Werte stimmen.

Die verschiedenen Algenarten

  • Grüne Algen: die häufigste Art. Sie färben das Wasser grün oder setzen sich als schleimiger Belag an Wänden und Boden ab. Mit einer Stoßchlorung gut zu bekämpfen.
  • Gelbe Algen (Senfalgen): gelblich-braune, staubartige Beläge, meist an schattigen Wänden. Sie lassen sich leicht wegwischen, kommen aber schnell zurück und brauchen eine kräftigere Behandlung.
  • Schwarze Algen: eigentlich Cyanobakterien. Sie bilden dunkle Punkte, vor allem auf Fliesenfugen und Beton, und verankern sich tief in rauen Oberflächen. Sie sind am hartnäckigsten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Algenentfernung

Schritt 1: Wasser testen

Miss pH-Wert, freies Chlor und Alkalinität. Ohne diese Werte weißt du nicht, wie viel Chlor du brauchst.

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Schritt 2: pH-Wert einstellen

Bringe den pH-Wert auf 7,0 bis 7,2, also an das untere Ende des Idealbereichs von 7,0 bis 7,4. Bei hohem pH-Wert wirkt Chlor deutlich schwächer. Liegt die Alkalinität außerhalb von 80 bis 120 mg/l, korrigiere sie vorher, sonst lässt sich der pH-Wert kaum stabil halten.

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Schritt 3: Gründlich bürsten

Bürste Wände, Boden, Stufen und Ecken ab. Das löst den Belag, damit das Chlor die Algen erreicht. Für Folienpools und Aufstellpools nimmst du eine Bürste mit Kunststoffborsten, Stahlborsten würden die Folie zerkratzen. Bürsten mit Edelstahlborsten sind nur für Beton- und Putzbecken gedacht, etwa gegen schwarze Algen.

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Schritt 4: Stoßchlorung durchführen

Gib schnell lösliches Chlorgranulat ins Wasser, am besten abends, weil Sonnenlicht Chlor abbaut. Wie das genau geht, liest du unter Pool Stoßchlorung durchführen.

Als Faustregel für die Dosis gilt, gemessen an der normalen Stoßchlordosis auf der Packung:

  • Grüne Algen: doppelte Dosis
  • Gelbe Algen: dreifache Dosis
  • Schwarze Algen: vierfache Dosis
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Schritt 5: Filtern

Lass die Pumpe nach der Stoßchlorung mindestens 24 Stunden durchgehend laufen, bei starkem Befall länger. Die abgestorbenen Algen färben das Wasser oft grau oder trüb, das ist normal.

Schritt 6: Erneut bürsten und nachchloren

Bürste am nächsten Tag noch einmal. Prüfe das freie Chlor: Ist es wieder stark gefallen, sind noch Algen aktiv, dann chlore mit einfacher Dosis nach.

Schritt 7: Abgestorbene Algen absaugen

Wenn sich die Reste am Boden abgesetzt haben, saugst du sie ab. Stelle das Ventil dabei auf „Entleeren“ oder „Abfall“, damit der Schmutz nicht wieder durch den Filter geht. Fülle das verlorene Wasser danach nach. Bleibt das Wasser trüb, hilft Flockungsmittel: Es bindet feine Partikel zu Flocken, die der Filter zurückhält oder die du absaugen kannst. Mehr dazu unter Pool reinigen.

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Schritt 8: Filter reinigen

Spüle eine Sandfilteranlage gründlich zurück oder reinige die Filterkartusche, sonst sitzen die Algenreste im Filter. Stark verschmutzte Kartuschen tauschst du besser aus.

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Schritt 9: Werte kontrollieren

Teste das Wasser zum Schluss noch einmal. Gebadet wird erst wieder, wenn das Wasser klar ist, der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 liegt und das freie Chlor auf 0,5 bis 1,0 mg/l gesunken ist.

Algen im Pool vorbeugen

  • Halte pH-Wert (7,0 bis 7,4) und freies Chlor (0,5 bis 1,0 mg/l) dauerhaft im Idealbereich und miss in der Saison mindestens einmal pro Woche.
  • Lass die Pumpe täglich 8 bis 12 Stunden laufen.
  • Bürste Wände und Boden regelmäßig und entferne Laub mit dem Kescher.
  • Decke den Pool ab, wenn er nicht genutzt wird.
  • Ein Algizid kann vorbeugend helfen, ersetzt aber keine korrekte Chlorung. Mehr dazu unter Pool Wasserpflege anfangen.
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Spezialfall Salzwasserpool

Auch ein Salzwasserpool ist nicht algensicher. Die Salzelektrolyse erzeugt ganz normales Chlor, nur eben im Pool selbst. Bei Algen gehst du deshalb genauso vor wie im Chlorpool. Für die Stoßchlorung erhöhst du die Leistung der Anlage oder gibst zusätzlich Chlorgranulat ins Wasser.

FAQ: Häufige Fragen beantwortet

Wie erkenne ich Algen im Pool?

Am grünlichen oder trüben Wasser, an glitschigen Wänden und an grünen, gelben oder schwarzen Belägen, vor allem in Ecken und an schattigen Stellen.

Wie lange dauert es, Algen im Pool zu entfernen?

Bei grünen Algen ist das Wasser meist nach zwei bis drei Tagen wieder klar. Gelbe und schwarze Algen brauchen oft mehrere Durchgänge über eine Woche oder länger.

Kann ich bei Algen im Pool baden?

Nein. Warte, bis das Wasser klar ist und das freie Chlor nach der Stoßchlorung wieder auf höchstens 1,0 mg/l gesunken ist.

Hilft Algizid allein gegen Algen?

Gegen einen bestehenden Befall nicht. Algizid eignet sich zur Vorbeugung, entfernen musst du die Algen mit Bürsten und einer Stoßchlorung.

Hans ist ein Familienvater, ehemaliger Journalist und begeisterter Schwimmer. Mit seinem Hintergrund in der Kommunikation und seiner Leidenschaft für den Familien-Swimmingpool, hat Hans eine Fülle von Wissen über Pool-Spiele, -Partys und andere Möglichkeiten, den Swimmingpool als zentralen Treffpunkt für Familien und Freunde zu nutzen.